Von Antje Peter, freie Trauerrednerin in Berlin
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Stellt euch vor: Eine Frau Mitte sechzig sitzt an einem Küchentisch in Berlin-Pankow. Vor ihr liegt ein kleiner blauer Stein, gefasst in einem schlichten Silberring. Kein Grabstein, kein Friedhof, kein Weg, den sie zweimal die Woche fahren müsste. Und doch: Sie hält etwas in der Hand, das von dem Menschen erzählt, den sie geliebt hat. Ihr Mann ist seit zwei Jahren tot. Und er ist trotzdem noch da – buchstäblich, physisch, als Teil eines Diamanten, den sie jeden Morgen anschaut, bevor sie das Haus verlässt.
Das klingt nach Science-Fiction. Es ist aber Gegenwart. Und es ist nur eine von mehreren Bestattungsformen, die in den letzten Jahren entstanden sind und die die Art, wie wir Abschied nehmen, grundlegend verändern. Als freie Trauerrednerin in Berlin begleite ich Menschen durch genau diese Fragen: Was soll mit mir geschehen, wenn ich nicht mehr bin? Und wie gestalten wir eine Trauerfeier, die zu diesem einzigartigen Menschen passt – und nicht zu irgendeinem?
Heute möchte ich zwei Formen vorstellen, die auf den ersten Blick spektakulär klingen, auf den zweiten Blick aber etwas sehr Menschliches in sich tragen: die Diamantbestattung und die Weltraumbestattung. Zwei Formen des Abschieds, die sich an den äußersten Enden einer Skala befinden – und die doch beide aus demselben Bedürfnis entstehen: dem Wunsch, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.
Warum wir über neue Abschiedsrituale nachdenken müssen
Bevor ich in die Details gehe, ein kurzer Blick auf das Warum. Die Bestattungskultur in Deutschland verändert sich in einem historischen Tempo. Seit 2020 findet weniger als die Hälfte aller Beerdigungen in Deutschland kirchlich statt – ein Einschnitt, der die gesamte Trauerkultur betrifft. Mit dem Wegfall des kirchlichen Rahmens entfällt ein jahrzehntelang verlässliches Repertoire an Ritualen, Texten und Zeremonien. Das ist keine Katastrophe. Aber es ist eine Einladung, neu zu denken.
Gleichzeitig wächst in vielen Menschen ein Bedürfnis nach Individualität, das nicht an der Grenze zum Tod aufhört. Menschen, die ihr Leben lang eigene Wege gegangen sind, wollen das auch im Abschied tun. Das spiegelt sich in den Zahlen: Naturnahe Bestattungen nehmen zu, Waldbestattungen boomen, und Formen wie die Diamant- und die Weltraumbestattung finden ein wachsendes Publikum.
Was all diese Entwicklungen verbindet: Sie entstehen aus der Frage, die ich für die wichtigste in meiner Arbeit als Trauerrednerin halte. Wer war dieser Mensch? Und wie sagen wir das mit dem Abschied?
Die Diamantbestattung: ein Mensch wird zum unvergänglichen Stein
Der Grundgedanke ist ebenso einfach wie berührend. Aus einem Teil der Kremierungsasche – oder alternativ aus Haaren – wird ein synthetischer Diamant hergestellt. Ein echter Diamant, chemisch und physikalisch identisch mit einem natürlich entstandenen Stein, nur mit einem Unterschied: Er enthält den Kohlenstoff eines Menschen.
Das Verfahren selbst ist aufwendig. Die Einäscherung muss bei niedrigeren Temperaturen als üblich stattfinden – zwischen 640 und 950 Grad Celsius – damit amorpher Kohlenstoff in der Asche erhalten bleibt. Dieser Kohlenstoff wird dann extrahiert und gereinigt. Anschließend wird er unter extremem Druck von 50.000 bis 60.000 Bar und bei Temperaturen von 1.500 bis 1.700 Grad in Diamantkristalle umgewandelt – exakt die Bedingungen, unter denen die Natur selbst Diamanten entstehen lässt. Dieser Prozess dauert, je nach gewünschter Größe des Diamanten, zwischen drei und zwölf Monaten.
Das Ergebnis ist ein Rohdiamant, der anschließend nach Wunsch geschliffen und gefasst werden kann. Typisch für Erinnerungsdiamanten ist ein leicht bläulicher Schimmer, der auf Boreinschlüsse zurückgeht. Je nach individueller Aschezusammensetzung entstehen aber auch bernsteinfarbene oder andere Töne – jeder Stein ist, ähnlich wie der Mensch, aus dem er entstanden ist, ein Unikat. Auf dem Rohdiamanten lässt sich zudem eine Lasergravur anbringen – ein Name, ein Datum, ein Satz. Wie eine Inschrift auf einem Grabstein, nur kleiner, und viel näher.
Was ist in Deutschland erlaubt – und was nicht?
Hier kommt ein wichtiger Hinweis für alle, die in Deutschland leben: Die Herstellung eines Erinnerungsdiamanten ist in Deutschland aufgrund des geltenden Bestattungszwangs nicht als eigenständige Bestattungsform zugelassen. Der Bestattungszwang – in allen deutschen Bundesländern gesetzlich verankert – schreibt vor, dass sterbliche Überreste auf einem zugelassenen Friedhof oder in einem genehmigten Waldgebiet beigesetzt werden müssen.
Das bedeutet in der Praxis: Es ist möglich, einen kleinen Teil der Kremierungsasche ins Ausland überführen zu lassen – etwa in die Schweiz, nach Österreich oder in die Niederlande – wo die Herstellung des Diamanten legal durchgeführt wird. Die restliche Asche wird anschließend in Deutschland regulär beigesetzt, zum Beispiel in einem Urnengrab, einem Bestattungswald oder auf See.
Der bekannteste Anbieter ist Algordanza mit Sitz in der Schweiz, der seit 2004 Erinnerungsdiamanten herstellt und mit zahlreichen deutschen Bestattungsinstituten kooperiert. Das Verfahren ist notariell beurkundet. Wer sich für diese Bestattungsform interessiert, spricht am besten direkt mit einem Bestatter, der Kontakt zu zertifizierten Partnern hat.
Was kostet ein Erinnerungsdiamant?
Die Kosten hängen von Größe, Schliff und Farbe des Diamanten ab. Der Einstiegspreis liegt bei rund 4.000 Euro für einen Rohdiamanten von 0,4 Karat; nach oben sind die Grenzen offen – für größere Steine werden bis zu 25.000 Euro aufgerufen. Hinzu kommen die Kosten für die reguläre Beisetzung der Restasche, für die Überführung und, je nach Wunsch, für die Fassung des Steins zu einem Schmuckstück.
Das klingt viel. Verglichen mit den Gesamtkosten einer aufwendigen traditionellen Bestattung über mehrere Jahre – Grabstein, Friedhofsgebühren, Grabpflege – ist der Unterschied manchmal kleiner, als man denkt. Und: Ein Grabstein kann nach Ablauf der Liegezeit entfernt werden. Ein Diamant bleibt, solange jemand ihn trägt.
Die Trauerfeier bei einer Diamantbestattung
Was mich als Trauerrednerin an der Diamantbestattung besonders beschäftigt, ist die Frage nach der Trauerfeier. Denn der Diamant entsteht erst Monate nach dem Tod. Das bedeutet: Die Trauerfeier kann und sollte vor oder unabhängig von der Entstehung des Steins stattfinden – am Sarg, an der Urne, im kleinen Familienkreis oder mit allen, die diesen Menschen geliebt haben. Die Zeremonie ist keine Zugabe, sie ist das Herzstück.
In meiner Erfahrung als freie Trauerrednerin in Berlin erlebe ich, dass Menschen, die sich für eine Diamantbestattung entscheiden, oft auch eine besonders persönliche Trauerfeier wollen. Sie wollen keine Standardrede. Sie wollen, dass jemand genau diesen Menschen beschreibt – seine Eigenheiten, seine Stärken, seine Art zu lieben. Und dann, vielleicht, können diese Worte und der Diamant zusammen ein Ganzes ergeben: etwas, das den Abschied vollständig macht.
Ich habe Trauerfeiern gestaltet, bei denen der noch nicht fertige Diamant ein Gesprächsthema war – eine Möglichkeit, über den Verstorbenen zu sprechen, über das, was von ihm bleiben wird, was er bedeutet hat. Das kann sehr viel Raum für Erinnerungen öffnen. Es kann tröstlich sein, zu wissen: Da entsteht gerade etwas.
Die Weltraumbestattung: wenn die Asche zu den Sternen fliegt
Und dann gibt es die andere Seite des Spektrums. Die Form des Abschieds, die buchstäblich über alle Grenzen hinausgeht.
Die Idee der Weltraumbestattung ist älter, als viele denken. Die ersten Weltraumbestattungen fanden von 1997 bis 2002 statt: Das US-Unternehmen Celestis ließ 24 Miniurnen an Bord einer Pegasus-Rakete in die Erdumlaufbahn bringen. Seitdem hat sich eine kleine, aber stetig wachsende Branche entwickelt, die verschiedene Varianten anbietet.
Das Prinzip ist ähnlich wie bei der Diamantbestattung: Es geht nicht um eine vollständige Bestattung im All, sondern um eine symbolische Reise. Etwa ein bis sieben Gramm der Kremationsasche werden in eine daumengroße Mikrokapsel gefüllt und zusammen mit weiteren Kapseln an Bord einer Trägerrakete ins Weltall befördert. Der übrige Teil der Asche wird separat, auf herkömmlichem Weg, beigesetzt.
Die vier Formen der Weltraumbestattung
Je nach Wunsch und Budget gibt es unterschiedliche Varianten. Bei der suborbitalen Bestattung steigt die Aschekapsel bis zu 100 Kilometer in die Erdatmosphäre auf und kehrt dann an einem Fallschirm zur Erde zurück – eine symbolische Reise an die Grenze des Weltalls. Bei der orbitalen Bestattung umkreist die Kapsel die Erde in einer niedrigen Umlaufbahn, bis sie nach einiger Zeit in der Atmosphäre verglüht. Aus irdischer Perspektive: wie eine Sternschnuppe. Bei der Mondbestattung wird die Kapsel auf die Oberfläche des Mondes transportiert. Diese Form ist die seltenste: Seit 1998 wurde auf diese Weise bisher nur der Astronom Eugene Shoemaker bestattet. Und schließlich gibt es die Voyager-Bestattung, bei der die Kapsel ins tiefe All entlassen wird – ohne Wiederkehr.
Was kostet eine Weltraumbestattung?
Der Anbieter Celestis bietet eine Bestattung in der Erdumlaufbahn ab rund 4.995 US-Dollar an; die Mondbestattung beginnt bei etwa 12.500 US-Dollar – jeweils zuzüglich der Kosten für die reguläre Einäscherung und Beisetzung der übrigen Asche. In Deutschland ist die Weltraumbestattung durch den geltenden Friedhofszwang nicht als eigenständige Bestattungsform zugelassen. Sie wird als Ergänzung zur Kremation betrachtet. Wer diese Form wählt, wendet sich direkt an Anbieter wie Celestis Space Services oder den europäischen Anbieter Elysium Space.
Wer wählt eine Weltraumbestattung – und warum?
In meiner Arbeit als Trauerrednerin begegne ich sehr unterschiedlichen Menschen, und ich habe gelernt: Es gibt keine typische Person, die eine Weltraumbestattung wählt. Aber es gibt ein Muster in dem, was diese Menschen verbindet. Es sind oft Menschen, die ihr Leben lang neugierig waren. Die das Große, das Unbekannte, das Unendliche liebten. Astronomen, Ingenieure, Träumerinnen, Abenteurer. Menschen, für die der Blick nach oben nicht Flucht war, sondern Haltung.
Für diese Menschen ist die Vorstellung, dass ein Teil von ihnen die Erde verlässt und ins Weltall reist, keine Absurdität – es ist eine Konsequenz. Es passt zu ihnen, so wie der Baum im Wald zu jemandem passt, der immer in der Natur war.
Wie gestalte ich eine Trauerfeier für jemanden, dessen Asche ins All fliegt?
Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird, wenn ich über Weltraumbestattungen spreche. Und meine Antwort ist immer: genauso wie immer. Mit Worten. Mit Stille. Mit Musik. Mit dem Versuch, diesen Menschen so zu beschreiben, dass die Anwesenden ihn wiedererkennen – in all seiner Unwiederholbarkeit.
Die eigentliche Besonderheit einer Trauerfeier bei der Weltraumbestattung liegt vielleicht in dem, was danach kommt. Die Hinterbliebenen wissen, dass da oben etwas ist. Nicht metaphorisch – physisch, nachweisbar, real. Das verändert den Blick in den Nachthimmel. Eine Sternschnuppe könnte es sein. Ein Orbit, der gerade über den Köpfen vorbeizieht. Das ist ein Abschiedsritual, das nicht aufhört – der tägliche oder wöchentliche Blick nach oben als Geste des Gedenkens. Kein Grabstein, der gepflegt werden muss. Ein Himmel, der immer da ist.
Ich habe einmal eine Trauerfeier für einen Mann gestaltet, der Physiklehrer war und sein Leben lang vom Weltall fasziniert gewesen ist. Seine Familie hatte sich noch keine Gedanken über eine Weltraumbestattung gemacht – das war kein ausdrücklicher Wunsch gewesen. Aber in der Rede sprach ich davon, dass seine Art zu denken immer über die Grenzen des Sichtbaren hinausgegangen war. Und nach der Feier fragte mich die Tochter, ob so etwas möglich sei. Es war eines der Gespräche, die ich nicht vergesse.
Was Diamantbestattung und Weltraumbestattung gemeinsam haben
Auf den ersten Blick könnten diese beiden Bestattungsformen unterschiedlicher nicht sein. Die eine ist auf Dauer angelegt, greifbar, tragbar – ein Stein, den man in die Hand nehmen kann. Die andere ist flüchtig, unendlich fern, buchstäblich jenseits jeder Reichweite. Und doch entstehen beide aus demselben menschlichen Bedürfnis.
Beide verweigern sich dem Generischen. Beide erzählen etwas über den Menschen, der gegangen ist. Beide laden die Hinterbliebenen ein, auf eine bestimmte Art an den Verstorbenen zu denken – nicht an einem festgelegten Ort zu einer festgelegten Zeit, sondern überall und jederzeit. Der Diamant am Finger beim Einkaufen. Der Blick in den Nachthimmel auf dem Balkon. Das ist eine Form des Gedenkens, die ins Leben eingebettet ist statt außerhalb davon.
Das ist, glaube ich, das eigentlich Moderne an diesen Abschiedsritualen: nicht das Technologische, nicht das Spektakuläre. Sondern die Idee, dass Gedenken kein abgeschlossenes Ereignis ist, das man einmal im Jahr am Friedhof erledigt. Gedenken ist eine Haltung. Eine Art, jemanden im Leben zu behalten, der nicht mehr lebt.
Was bedeutet das für die Trauerfeier?
Als freie Trauerrednerin erlebe ich, dass Menschen, die sich für unkonventionelle Bestattungsformen entscheiden, dies selten leichtfertig tun. Es steckt eine Entscheidung dahinter, eine Überzeugung, manchmal ein letzter Wunsch. Und es steckt die Frage dahinter: Wie machen wir das würdig? Wie gestalten wir Abschiedsrituale, die zu diesem Menschen und zu uns passen?
Meine Erfahrung zeigt: Eine gut gestaltete Trauerfeier kann beide Welten verbinden. Die Würde des Moments und das Besondere der gewählten Bestattungsform. Ich kann in der Rede über den Diamanten sprechen, ohne kitschig zu werden. Ich kann das Bild des Weltalls aufnehmen, ohne es zu verkitschen. Es geht darum, das, was sich diese Familie gewünscht hat, in Sprache zu übersetzen – in Worte, die tragen, die bleiben, die trösten.
Es gibt keine Standardrede für eine Trauerfeier bei einer Diamantbestattung. Und keine Standardzeremonie für die Weltraumbestattung. Was es gibt, ist das Gespräch davor – das Gespräch, in dem ich frage: Wer war dieser Mensch? Was hat ihm entsprochen? Was brauchen Sie, um Abschied nehmen zu können?
Diese Fragen sind dieselben, die ich bei jeder Trauerfeier stelle. Ob der Abschied im kleinen Kreis auf dem Berliner Stadtfriedhof stattfindet, ob die Asche eines Tages von einer Rakete in die Umlaufbahn gebracht wird oder ob ein Diamant entsteht, der von Hand zu Hand weitergegeben wird: Was zählt, sind die Worte. Was zählt, ist die Aufmerksamkeit. Was zählt, ist die Bereitschaft, wirklich hinzuschauen und zu sagen: Dieser Mensch hat gelebt. Und er hat es verdient, dass wir das so sagen, wie er es war.
Praktische Hinweise: Was Sie wissen müssen
Wenn Sie selbst über eine dieser Bestattungsformen nachdenken – für sich oder für jemanden, den Sie begleiten – sind ein paar praktische Punkte wichtig. Erstens: Beide Formen setzen eine Kremation voraus. Das sollte im Testament oder in einer Bestattungsverfügung festgehalten sein. Zweitens: Beide können in Deutschland nur als Ergänzung zur regulären Beisetzung der Restasche umgesetzt werden. Der Kontakt zu einem erfahrenen Bestatter ist in beiden Fällen der erste Schritt.
Für die Diamantbestattung ist Algordanza der bekannteste und am längsten etablierte Anbieter im deutschsprachigen Raum. Für die Weltraumbestattung sind Celestis und Elysium Space die international bekanntesten Anbieter. Beide arbeiten ausschließlich von den USA aus. Eine Weltraumbestattung kann also mit einer längeren Planungszeit verbunden sein – Starts finden nicht täglich statt.
Drittens, und das ist mir als Trauerrednerin das Wichtigste: Keine dieser Entscheidungen ersetzt die Trauerfeier. Sie verändert sie, bereichert sie, gibt ihr vielleicht ein besonderes Bild oder eine besondere Bedeutung. Aber der Moment des gemeinsamen Innehaltens, der Moment, in dem eine Gemeinschaft zusammenkommt und sagt: Dieser Mensch hat zu uns gehört – der ist durch keine Technologie und durch keinen noch so außergewöhnlichen Abschied zu ersetzen. Er ist das Herz jeder Trauerfeier.
Abschied in der Zukunft – ein paar letzte Gedanken
Ich glaube, dass wir uns mitten in einem tiefgreifenden Wandel der Trauerkultur befinden. Nicht weil die Menschen weniger trauern als früher – ganz im Gegenteil. Sondern weil sie ehrlicher trauern wollen. Weil sie sich weigern, einen Abschied zu gestalten, der nicht zu dem Menschen passt, um den es geht. Weil sie erkannt haben, dass Abschiedsrituale dann ihre volle Kraft entfalten, wenn sie bedeutsam sind – nicht weil eine Tradition es vorschreibt, sondern weil sie wirklich etwas sagen über den Menschen, den man betrauert.
Ob das ein Diamant ist, der an einem Ring glänzt. Ob es eine Aschekapsel ist, die irgendwo zwischen Erde und Mond kreist. Ob es ein Baum im Brandenburger Wald ist oder eine Urne auf dem Friedhof in Berlin-Weißensee. Was zählt, ist nicht die Form. Was zählt, ist die Absicht dahinter. Die Bereitschaft zu sagen: Dieser Mensch war einzigartig. Und sein Abschied soll das zeigen.
Wenn Sie eine Trauerfeier gestalten möchten, die wirklich zu dem Menschen passt, den Sie verloren haben – gleich welcher Bestattungsform Sie sich zuneigen – begleite ich Sie dabei. In Berlin, in Potsdam, in Brandenburg und, wenn es sein soll, auch darüber hinaus. Ich höre zu. Ich frage nach. Und dann finden wir gemeinsam die Worte, die bleiben.
Ihre Antje Peter, freie Trauerrednerin in Berlin



