Von Antje Peter · Freie Traurednerin in Berlin, Potsdam & Brandenburg
Fotos: (c) Antje Peter
Man stelle sich vor: Eine Frau Mitte dreißig steht in einem weißen Kleid vor einem kleinen Kreis von Freundinnen. Sie hat Blumen im Haar. Es gibt Sekt, eine mehrstöckige Torte, Musik. Sie spricht Gelübde – und steckt sich dann selbst einen Ring an den Finger. Kein Bräutigam. Keine Braut. Nur sie.
Ist das eine Hochzeit? Oder Selbstdarstellung? Oder irgendetwas dazwischen, das wir noch nicht so recht benennen können?
Sologamie – die Hochzeit mit sich selbst – ist ein Phänomen, das in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit bekommt. Und wie so oft bei Trends, die polarisieren, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Nicht um zu urteilen. Sondern um zu verstehen, was da eigentlich passiert. Was Menschen bewegt, sich dieses Ritual zu nehmen. Und was das über uns als Gesellschaft sagt.
Ich bin Antje Peter. Als Traurednerin in Berlin begleite ich Paare in einem der intimsten Momente ihres Lebens. Ich weiß, was eine Zeremonie mit Menschen machen kann. Was es bedeutet, sich vor anderen Menschen zu einem Versprechen zu bekennen. Und deshalb finde ich das Thema Sologamie nicht absurd. Ich finde es interessant. Und ich will heute ernsthaft damit auseinandersetzen.
Woher kommt die Sologamie – und wer hat damit angefangen?
Brandneu ist dieser Trend nicht. Wie Wikipedia zur Sologamie festhält, fand die erste öffentliche Selbstheirat bereits 1993 in den USA statt – durch eine Frau namens Linda Baker, die sich mit einem rauschenden Fest, sieben Brautjungfern und 75 Gästen selbst das Ja-Wort gab. Das war mutig. Das war laut. Und das war lange bevor Social Media existierte.
Dann kam 2003 Carrie Bradshaw. In einer Episode der sechsten Staffel von Sex and the City stellt die Protagonistin – gespielt von Sarah Jessica Parker – die Frage, warum sie immer Hochzeits- und Babygeschenke für andere kaufen soll, wenn sie diese möglicherweise nie zurückbekommt. Ihre Antwort: Sie heiratet sich selbst. Die Szene war ironisch gemeint, aber sie traf einen Nerv. Millionen Zuschauerinnen haben diesen Moment gesehen – und erkannt, dass da etwas angesprochen wurde, das sich viele nicht zu sagen trauten.
Später kamen die Prominenten. Selena Gomez, Adriana Lima, und andere Stars haben mit ihrer eigenen Sologamie-Geschichte das Thema wieder in die Schlagzeilen gebracht. Und mittlerweile gibt es eine ganze Branche: Hochzeitsplanerinnen, die auf Selbstheiraten spezialisiert sind, Online-Kurse zur Vorbereitung auf den eigenen Sologamie-Tag, und in Japan sogar All-Inclusive-Pakete mit Brautkleid, Fotoaufnahmen und einem professionellen Begleiter als Platzhalter.
Das ist nicht mehr Nische. Das ist ein kulturelles Phänomen. Und es lohnt sich zu fragen: Warum jetzt? Warum so?
Was Sologamie rechtlich bedeutet – und was nicht
Eines gleich vorweg, damit keine Missverständnisse entstehen. Nirgendwo, also auch nicht in Deutschland – und weltweit in keinem anderen Land – ist Sologamie rechtlich anerkannt. Das Bürgerliche Gesetzbuch sieht in § 1353 Absatz 1 vor, dass eine Ehe zwischen zwei Personen geschlossen wird. Kein Standesamt wird eine Person allein trauen. Es gibt keine steuerlichen Vorteile, kein Scheidungsverfahren, keine gesetzlichen Pflichten.
Sologamie ist, juristisch betrachtet, ein rein symbolischer Akt. Und das ist wichtig zu wissen. Nicht um ihn zu entwerten – sondern um ihn richtig einzuordnen. Denn der Wert dieser Rituale liegt nicht im Amtsstempel. Der liegt woanders.
Sologamie und das Ritual: Was eine Zeremonie mit uns macht
Als Traurednerin denke ich viel über Rituale nach. Was sie leisten. Warum wir sie brauchen. Und was passiert, wenn wir sie weglassen.
Rituale markieren Übergänge. Sie sagen: Dieser Moment ist anders als alle anderen. Er ist es wert, bezeugt zu werden. Innegehalten zu werden. Gefeiert zu werden. Das gilt für die Hochzeit genauso wie für eine Taufe, eine Beerdigung, einen Schulabschluss. Der Mensch ist ein Tier, das Übergänge feiert – weil er weiß, dass das Leben sich verändert, und dass es gut ist, wenn diese Veränderungen sichtbar gemacht werden.
Was bedeutet das für die Sologamie? Es bedeutet: Wenn jemand sich entscheidet, mit einem Ritual zu markieren, dass er oder sie einen neuen Abschnitt des Lebens beginnt – sich selbst gegenüber freundlicher sein will, sich selbst ernst nehmen will, den gesellschaftlichen Druck, verheiratet zu sein, für sich persönlich auflösen möchte –, dann ist das kein Witz. Das ist ein ernsthafter Akt der Selbstwahrnehmung.
Das erklärt übrigens auch, warum die Zeremonie bei der Sologamie so wichtig ist. Warum es das Kleid braucht, den Ring, die Gäste, die Torte. Nicht zur Selbstdarstellung – sondern weil das Ritual erst dann seine Wirkung entfaltet, wenn es vollzogen wird. Wenn der Körper begreift, was der Verstand beschlossen hat.
Selbstfürsorge und Achtsamkeit: Der kulturelle Boden, auf dem Sologamie wächst
Sologamie entsteht nicht im Vakuum. Sie ist Kind einer Zeit, die sich intensiv mit Selbstfürsorge, Achtsamkeit und mentaler Gesundheit beschäftigt. Begriffe wie „Self-Care“, „Boundaries“ und „Selbstliebe“ sind aus keinem Instagram-Feed und keinem Psychologie-Podcast mehr wegzudenken.
Das hat Gründe. Wir leben in einer Gesellschaft, die von Menschen enorm viel verlangt. Leistung, Erreichbarkeit, Optimierung. Gleichzeitig sind traditionelle Strukturen – Familie, Kirche, Gemeinschaft –, die früher Halt gegeben haben, für viele weggefallen oder zumindest gelockert. Die Frage „Wer bin ich, wenn ich nicht funktioniere?“ stellen sich immer mehr Menschen.
Selbstfürsorge ist in diesem Kontext keine Luxuskapriole. Sie ist eine ernsthafte Antwort auf ernsthafte Erschöpfung. Die Frage ist nur: Reicht ein symbolischer Akt wie die Sologamie dafür aus? Oder ist er der Anfang von etwas?
Paartherapeut Eric Hegmann ordnet ein: Im positiven Sinne sei Sologamie ein Symbol für Selbstliebe und die eigenverantwortliche Entscheidung, ohne Partner oder Partnerin einen Lebensabschnitt zu verbringen. Gleichzeitig warnt er davor, dass der Begriff Selbstliebe ein Modewort geworden sei, das manchmal mehr Druck erzeugt als entlastet. Der Appell „Du musst dich selbst lieben!“ sei für viele Menschen schlicht zu hoch gegriffen. Was wirklich hilft, so Hegmann, sei, mit sich selbst befreundet zu sein.
Mit sich selbst befreundet sein. Das klingt viel leiser als „Selbstheirat“. Aber vielleicht ist es genau das, worum es im Kern geht.
Warum fast ausschließlich Frauen sich selbst heiraten
Das ist die Frage, die ich am interessantesten finde. Und die ehrlichste Antwort darauf ist unbequem.
Berichten zufolge wird Sologamie fast ausschließlich mit Frauen in Verbindung gebracht – Geschichten über sologame Männer sucht man vergeblich. Warum? Weil Frauen nach wie vor stärker gesellschaftlichem Druck ausgesetzt sind, was das Heiraten betrifft. Eine Frau Mitte dreißig, die nicht verheiratet ist und keine Kinder hat, wird in vielen Kontexten noch immer mit einem Fragezeichen versehen. Nicht überall, nicht von allen – aber das Muster ist real.
Die Hochzeit ist in unserer Kultur tief mit weiblichen Träumen und Erwartungen verknüpft. Kleine Mädchen spielen Braut. Brautkleider füllen ganze Stockwerke von Modehäusern. Die Industrie rund um die Hochzeit ist zu einem erheblichen Teil auf Frauen ausgerichtet. Und so entsteht eine eigenartige Situation: Was passiert mit Frauen, die diesen Traum hatten – und die Hochzeit mit einem anderen Menschen ist nicht eingetreten, oder nicht gewünscht, oder einfach noch nicht?
Eine Antwort: Sie feiern sich selbst. Sie nehmen das Ritual der Hochzeit – mit allem, was dazugehört – und machen es zu ihrem eigenen. Ohne darauf warten zu müssen, dass jemand anderes auftaucht.
Ist das Feminismus? Oder ist es das genaue Gegenteil – die Unterwerfung unter eine gesellschaftliche Erwartung, nur eben in einer neuen Form? Diese kritische Frage stellt auch das Qiio-Magazin: Fügen sich Sologamistinnen letztlich nicht doch einer gesellschaftlichen Erwartung, nämlich der, überhaupt zu heiraten? Das ist ein berechtigter Einwand. Und gleichzeitig: Ist das nicht bei jedem menschlichen Akt so? Wir leben in einer Gesellschaft. Wir nutzen deren Formen – und füllen sie mit eigenem Inhalt. Das ist nicht Kapitulation. Das ist Aneignung.
Die Kritik: Narzissmus oder Selbststärkung?
Kommen wir zur Kritik. Sie ist laut, sie ist hartnäckig, und sie verdient es, ernst genommen zu werden.
Der häufigste Vorwurf lautet: Narzissmus. Wer sich selbst heiratet, liebt sich selbst zu sehr. Wer einen Ring an den eigenen Finger steckt, ist nicht bereit für echte Beziehungen. Wer Gelübde an sich selbst spricht, hat die anderen aufgegeben.
Ich halte das für zu einfach. Nicht weil die Kritik vollkommen falsch ist – es gibt sicher Fälle, in denen Sologamie eine Flucht vor Verletzlichkeit ist, eine Art emotionaler Selbstschutz, der letztlich einsam macht. Das sagt auch Psychiater Michael Pfaff im Nordkurier: Nach außen gebe man oft vor, selbstbewusst zu sein, sei innerlich aber verletzlich – und das könne mit negativen Beziehungserfahrungen zusammenhängen.
Aber dieselbe Kritik trifft auf fast jedes menschliche Verhalten zu. Wir alle schützen uns. Wir alle tragen Muster in uns, die aus früheren Verletzungen entstanden sind. Die Frage ist nicht, ob Schutz falsch ist – sondern ob er uns öffnet oder schließt.
Und wenn eine Frau nach einer langen Phase der Selbstvernachlässigung, der Erschöpfung, der Überanpassung an andere sagt: Ich mache jetzt eine Zeremonie für mich selbst. Ich spreche mir selbst Würde und Fürsorge zu – dann ist das kein Narzissmus. Das ist das Gegenteil davon.
Sologamie und die Frage, was eine Hochzeit eigentlich ist
Hier komme ich als Traurednerin in Terrain, das mich wirklich beschäftigt.
Was ist eine Hochzeit eigentlich? Was leistet dieses Ritual? Auf den ersten Blick: Es ist das Versprechen zweier Menschen voreinander und vor Zeugen, füreinander da zu sein. Es ist ein Übergang – vom Ich zum Wir, von zwei einzelnen Menschen zu einem gemeinsamen Leben.
Aber schaut genauer hin. Die besten Hochzeiten, die ich als Rednerin erlebt habe, waren keine Verschmelzungen. Sie waren Begegnungen zweier vollständiger Menschen. Menschen, die sich selbst kennen, die wissen, was sie brauchen, die ihren eigenen Wert nicht erst durch die andere Person erfahren haben. Paare, bei denen beide Seiten klar bei sich sind – die feiern eine Hochzeit, die wirklich trägt.
Die psychologische Forschung sagt das schon lange: Gesunde Beziehungen setzen Individuen voraus, die eine stabile Beziehung zu sich selbst haben. Wer sich selbst nicht kennt, kann dem anderen nicht wirklich begegnen. Wer auf einen anderen Menschen wartet, um sich vollständig zu fühlen, legt dem anderen eine Last auf, die niemand tragen kann.
In diesem Sinne ist die Arbeit an der Beziehung zu sich selbst – ob mit oder ohne Zeremonie – keine Absage an die Liebe zu anderen. Sie ist ihre Voraussetzung.
Sologamie in Japan: Das Ritual auf ganz andere Weise
Ein kurzer Blick nach Osten. Denn dort nimmt das Phänomen eine besonders interessante Form an. Ab 2014 bot ein Reisebüro in Kyoto Pakete für die Selbstheirat von Frauen an – inklusive Brautkleid im traditionellen Kimono-Stil, Fotoaufnahmen, und einem professionellen Ablauf. Bemerkenswert dabei: Zu den Kundinnen gehörten auch verheiratete Frauen, die mit ihrer ursprünglichen Hochzeit unzufrieden gewesen waren. Frauen, die sich gewünscht hatten, einmal wirklich gesehen zu werden – einmal wirklich im Mittelpunkt zu stehen, nicht als Teil eines Paares, sondern als sie selbst.
Das berührt mich. Weil es zeigt: Manchmal geht es gar nicht um Partnerlosigkeit. Es geht um den Wunsch, einmal wirklich für sich selbst da zu sein. Einen Moment zu haben, der nur einem selbst gehört.
Das ist ein sehr menschlicher Wunsch. Und ein sehr alter.
Was das alles mit Achtsamkeit zu tun hat
Achtsamkeit – im besten Sinne des Wortes – bedeutet: im Moment sein. Sich selbst wahrnehmen. Den eigenen Bedürfnissen Aufmerksamkeit schenken, bevor man vollständig von den Bedürfnissen anderer aufgerieben wird.
Sologamie ist, wenn sie gut gemeint und gut gemacht ist, ein Akt der Achtsamkeit. Eine bewusste Entscheidung, sich selbst zu sehen. Sich selbst Fürsorge zu versprechen. Sich selbst ernst zu nehmen.
Das können Frauen und Männer auch ohne Brautkleid tun. Es braucht kein Ritual dafür – aber es darf eines geben. Weil Rituale uns helfen, Absichten in die Wirklichkeit zu holen. Weil das, was wir mit dem Körper tun – und nicht nur im Kopf denken –, tiefer geht und länger bleibt.
Ein einfaches Beispiel: Sich selbst einen Brief schreiben. Einen Ring kaufen, nicht als romantisches Zeichen, sondern als Erinnerung an ein Versprechen an sich selbst. Eine kleine Feier mit Freundinnen, bei der man nicht das Paar, sondern man selbst gefeiert wird. Das sind niedrigschwellige Formen des gleichen Prinzips. Und sie können sehr viel bewirken.
Sologamie als Spiegel unserer Zeit
Was Sologamie letztlich zeigt, ist ein gesellschaftlicher Wandel, der viel breiter ist als das Phänomen selbst.
Wir leben in einer Zeit, in der das Bild der Ehe als Lebensmodell vielfältiger geworden ist. In der Menschen länger single bleiben – gewollt oder ungewollt. In der der gesellschaftliche Druck, nach dem klassischen Plan zu leben – Schule, Ausbildung, Hochzeit, Kinder –, zwar noch existiert, aber bröckelt. In der das Individuum und seine Bedürfnisse stärker in den Mittelpunkt gerückt sind als je zuvor.
Das hat Schattenseiten: Einsamkeit, Überforderung, die Last, alle eigenen Wünsche selbst erfüllen zu müssen. Aber es hat auch Lichtseiten: mehr Wahlfreiheit, mehr Selbstverantwortung, mehr Möglichkeiten, das Leben wirklich so zu gestalten, wie es zu einem passt.
In diesem Kontext ist Sologamie ein Symptom. Kein Problem, das gelöst werden muss. Sondern ein Zeichen dafür, dass Menschen nach Formen suchen – nach Ritualen, nach Zeremonien, nach Momenten des Innehaltens –, die zu ihrem Leben passen. Die ihnen etwas geben, das früher vielleicht eine Kirche gegeben hätte, oder eine Gemeinschaft, oder eine Familie.
Als Rednerin, die Hochzeiten und Abschiede gestaltet, kenne ich diesen Hunger nach Bedeutsamkeit. Den Wunsch, dass dieser Moment – welcher auch immer – wirklich zählt. Wirklich gehört und gesehen wird. Das ist zutiefst menschlich. Und das wäre selbst dann noch wahr, wenn kein zweiter Mensch an diesem Moment beteiligt ist.
Was ich aus dieser Debatte mitnehme
Ich werde niemanden zu einer Sologamie raten. Das wäre anmaßend. Jeder Mensch, jede Frau, jeder Mann muss selbst wissen, was er braucht – und welche Rituale ihm etwas geben.
Aber ich nehme etwas aus dieser Debatte mit, das ich wichtig finde.
Das Versprechen, das wir uns bei einer Hochzeit geben, gilt dem anderen Menschen. Es ist ein Versprechen der Treue, der Fürsorge, der Anwesenheit. Aber die beste Hochzeit, die ich mir vorstellen kann, ist eine, bei der beide Menschen schon vorher wissen: Ich bin für mich selbst da. Ich verlange von dir nicht, mich zu retten oder zu vervollständigen. Ich bringe mich vollständig mit – und ich freue mich auf das, was wir gemeinsam sein werden.
Sologamie fragt: Was, wenn wir dieses Versprechen der Fürsorge auch uns selbst gegenüber sprechen? Was, wenn wir uns selbst zusagen: Ich bin auf meiner Seite? Ich vernachlässige mich nicht? Ich warte nicht darauf, dass jemand anderes mich rettet?
Das ist keine Absage an die Liebe. Das ist ihre Vorbedingung.
Ein letzter Gedanke
Als Traurednerin in Berlin erlebe ich immer wieder, wie Paare vor mir stehen – manchmal nervös, manchmal überwältigt, manchmal mit Tränen in den Augen, lange bevor ich das erste Wort gesprochen habe. Und was mich jedes Mal berührt: Diese Momente werden nicht dadurch bedeutsam, dass sie rechtlich bindend sind. Sie werden bedeutsam, weil Menschen sich entschieden haben, innezuhalten. Zu bezeugen. Zu feiern.
Das kann eine Hochzeit zu zweit sein. Es kann eine Trauerfeier sein, bei der eine Gemeinschaft einem geliebten Menschen die letzte Ehre erweist. Und ja – es kann auch ein Moment sein, in dem jemand allein vor seinen wichtigsten Menschen steht und sagt: Ich bin hier. Ich bin es wert. Ich nehme mich an.
Ob das Sologamie heißen muss, entscheide ich nicht. Aber ich finde, dass der Mut dahinter – der Mut, sich selbst zu sehen und sich selbst ernst zu nehmen – mehr Respekt verdient als er meistens bekommt.
Und wenn jemand dafür ein Kleid und eine Torte braucht: Bitte. Das Fest gehört dazu.
Ihr plant eure Hochzeit in Berlin oder Brandenburg und wünscht euch eine freie Trauung, die wirklich von euch erzählt? Ich höre zu. Ich frage nach. Und dann finde ich die Worte, die zu euch passen. Schreibt mir.
Passend dazu:
→ Seit wann gibt es eigentlich Hochzeiten? Wie fing alles an?
→ Was ist Liebe? Philosophisch betrachtet – und was das mit Hochzeit zu tun hat
→ Der Heiratsantrag – brauchen wir ihn noch?
→ Freie Trauung. Unsere Zeit.
Quellen
- Wikipedia: Sologamie
- Qiio Magazin: Für immer mein – Warum heiraten immer mehr Frauen sich selbst?
- Scheidung.com: Sologamie – wo kann man sich selbst heiraten?
- web.de: Paartherapeut Eric Hegmann über den Sologamie-Trend
- Nordkurier: Ego-Trip oder Selbstschutz – wenn Menschen sich selbst heiraten
- Galileo: Sologamie – kann man sich selbst heiraten in Deutschland?




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